Die Haut ist funktionell das vielseitigste Organ des menschlichen Organismus. Die Haut dient der Abgrenzung von Innen und Außen (Hüllorgan), dem Schutz vor Umwelteinflüssen, der Repräsentation, Kommunikation und Wahrung der Homöostase (inneres Gleichgewicht). Außerdem übernimmt die Haut wichtige Funktionen im Bereich des Stoffwechsels und der Immunologie und verfügt über vielfältige Anpassungsmechanismen.

Die Unser Haut verrät unser Alter, macht auf unseren Lebensstil und sogar die Herkunft aufmerksam. Sie regelt den Wasser- und den Temperaturhaushalt unseres Körpers und ist ein extrem wichtiger Teil unserer Immunabwehr. Krankheitserreger und schädliche Umwelteinflüsse werden von unserer Haut abgewehrt.

Sie ist ein robuster Panzer für unseren Körper, obwohl unsere oberste Hautschicht nicht einmal einen Millimeter dick ist.

Nur an den Stellen, wo wir sie besonders beanspruchen entwickeln sie einen Schutzmantel. Wir nennen es die Hornhaut. Sie schützt uns vor Verletzungen und vor dem Austrocken.

Unsere Haut besteht aus drei Schichten mit jeweils ganz unterschiedlichen Funktionen. In der Oberhaut wird unser Schutzmantel (Säureschutzmantel) ständig erneuert. Frische Zellen wandern bis an die Hautoberfläche, die alten Zellen fallen dort als Schuppen ab. Rund 4-6 Wochen dauert so ein Haut Erneuerungszyklus. Auch unsere Farbpigmente werden hier gebildet.

Unter der Oberhaut liegt die Lederhaut: Hier sitzen alle Schweiß- und Talgdrüsen, Blutgefäße, die unsere Hautzellen mit Sauerstoff versorgen, und natürlich die meisten Nervenfasern.

Unsere Rezeptoren reagieren auf Schmerzen, Kälte und Wärme, und leiten diese Signal an unser Gehirn weiter. Noch viel tiefer, in unserer Unterhaut, liegen die Energiereserven. Das Fettgewebe bildet für unseren Körper eine natürliche Isolierschicht. Auch lockeres Bindegewebe durchzieht die unterste Hautschicht. Auch sitzen hier Sinneszellen, die auf starke Druckreize reagieren. Das Fettgewebe wirkt als Schutzschicht, damit Verletzungen durch Stöße nicht so leicht unsere Organe schädigen können.

Bis zu 2 Millionen Schweißdrüsen sorgen für die Abkühlung unsere Körpers. Bei extremer Kälte reagieren etwa 250.000 „Thermorezeptoren“ in unserer Haut. Besonders eng sitzen sie an unserer Nase, dem Kinn und den Ohren. Genau das ist der Grund warum wir so schnell frieren. Unsere Blutgefäße in der Lederhaut ziehen sich zusammen und schon fährt unser Körper die Durchblutung hoch. So schützt er sich vorm Auskühlen, bei funktioniert es andersrum: Die Blutgefäße öffnen sich, der Körper gibt Wärme ab. Über zwei Millionen Schweißdrüsen kommen außerdem zum Einsatz – sie produzieren Schweiß der dann an der Hautoberfläche verdunstet. So schützt uns unsere Haut vorm Überhitzen.

Unsere Haut regelt aber noch eine andere wichtige Sache: den Stoffaustausch. Unsere Haut atmet. Sie gibt Kohlendioxid ab und nimmt aus der Luft den Sauerstoff auf.

Eine Blutung wird durch Thombozyten gestoppt, dann können sich neue Hautzellen bilden. Auch wenn unsere Haut verletzt wird, nutzt sie Strategien um die Wunde zu schliessen. : Ist z.B. ein Blutgefäß in der Lederhaut verletzt, setzen sich die Thrombozyten in der Blutbahn von innen an die defekte Stelle. So stoppen sie die Blutung. Fibrin, ein Klebstoff aus Eiweiß, der bei der Blutgerinnung entsteht, verklebt die defekte Stelle und verhärtet diese. So entsteht eine Schutzschicht, jetzt können sich neue Hautzellen bilden. Es bildet sich eine Kruste auf der Hautoberfläche, die Wundränder ziehen sich zu und durch die Luftzufuhr trocknet die Kruste aus.

Ist nur unsere Oberhaut verletzt, heilt alles Narbenlos ab. Trifft die Wunde bis in die tieferen Hautschichten dann kann eine Narbe zurückbleiben.